Es war mir immer schon ein Anliegen mich auch in eigenen Konzertprogrammen zu verwirklichen, an dem intensiven Austausch mit Duopartner:innen zu wachsen und mein künsterlisches Profil auch kammermusikalisch zu schärfen. Hier finden Sie eine Auswahl an Programmen, welche auf diesem Wege entstanden sind. Jedes davon ist jederzeit buchbar. Sollten Sie etwas in meiner Agenda entdeckt haben, dass Sie auch für Ihr Festival interessant fänden, das sich aber hier nicht auf der Liste findet, oder sollte Ihnen etwas vorschweben, das direkt an Ihr Festival, das Motto der Saison oder den Konzertort angepasst sein soll, so setzen Sie sich mit mir in Verbindung.
Für Anfragen, mehr Details zu einem Projekt oder sonstige Fragen: hallo{at}marialadurner.com oder über mein Kontaktformular.
MADRE NATURA
Unbeschreiblich weiblich ist sie, die Erde – la terra – Mutter des Lebens, Ursprung allen Seins. Nichts ist ihr fremd, in ihrem Schoß findet alles ins Lot – Leben und Tod, Werden und Vergehen. Wir sind eins – in aller Farbenpracht, aller Düsternis und aller Vielfalt, die sie in sich trägt. Ihre unsichtbaren Fäden umgarnen uns, durchdringen uns, sind ganz und gar mit unserem Sein verwoben; sie mit allen Fasern unseres Wesens zu begreifen bedeutet, uns unserer selbst gewahr zu werden. Sie so zu begreifen, erinnert uns daran, dass wir Teil einer großen, gemeinsamen Existenz sind; eines gewaltigen, aber auch fragilen Systems, in dem wir eine Rolle spielen, nicht nur im Nehmen sondern auch im Geben. „To learn again, you really have to listen“ schreibt Robin Wall Kimmerer in ihrem Buch „Braiding Sweetgrass“ Zuhören, um wiederzuentdecken.
Melodien aus Renaisance und Barock treffen auf Volkslieder.
Maria Ladurner | Sopran
Vincent Kibildis | Harfe
CI VEDREMO IN PARADISO
Der Garten - eine Einladung zum Lustwandeln, zum Verweilen, zum Zugreifen und Anpacken, zum Bedenken, zu Müßiggang und Einkehr. Annäherung an das Paradies, den fruchtbringendern Garten Eden - voll Farben, Gerüchen und Geschmäckern. Nährend, in Fülle.
Der Garten - Sinnbild für Abgeschiedenheit, Schutz und Reinheit. „hortus conclusus“- der umfriedete Garten - ein Marienbild, angelehnt an das Hohe Lied. „Ein verschlossener Garten ist meine Schwester Braut, / ein verschlossener Garten, / ein versiegelter Quell.“ (Hld 4,12).
Der Garten - Symbol der körperlichen Lust. „Ci vedremo in paradiso“ – jetzt und hier? Dann und dort? „All is love to me.“ Im Garten.
Maria Ladurner | Sopran
Domenico Cerasani | Theorbe, Laute
WELTEINSAMKEIT
Das allgemeine Narrativ der komponierende Frau im 19. Jahrhundert ist von innerer Einsamkeit geprägt, vom Exil der Häuslichkeit bestimmt, von den Fesseln der Hausführung und des Rollenbildes beschwert, in ihrem Ausdruck beschnitten, unterdrückt und in stetiger Konfrontation mit den frauenfeindlichen Ansichten von Vätern, Brüdern, Ehemänner, Kritikern und auch denen, der Frauen selbst. Doch auch unter diesen widrigen Umständen schufen sie Werke von Weltrang, trugen maßgeblich, wenn nicht allein, zum Unterhalt ihrer Familien bei und wirkten durch ihre pädagogische Tätigkeit weit über ihre Generation hinaus.
Vertieft man sich jedoch in die Biografien, Briefwechsel und Korrespondenzen der einzelnen Akteurinnen, steht dem Narrativ der Vereinzelung und Unterdrückung ein anderes entgegen – eines das die Geschichte von Solidarität und gegenseitiger Unterstützung erzählt.Einsamkeit entsteht, wenn es an Austausch und realer Verbindung mangelt. Dieses Programm will dies aufbrechen, Narrative neu erzählen, an Fäden anknüpfen und diese weiterspinnen - von Frauen, die sich gegenseitig die Flügel heben, Männern, die den Frauen ihrer Umgebung Raum verschaffen, Müttern, die ihren Töchtern Träumeeröffnen und der Musik als Kraft, die der rasenden Beschleunigung der Welt damals wie heute entgegensteht.Welt-gem-einsamkeit.
Musik von Fanny Hensel, Johanna Kinkel, Josephine Lang, Felix Mendessohn, Clara Schumann und Robert Schumann
Maria Ladurner | Sopran
Elias Conrad | romantische Gitarre
UMSCHATTET - BEGEGNUNGEN ZWISCHEN WELTEN
Seht, wer tanzt auf dem Eis im Vollmondschein? Welche Ahnung weht uns an aus Zwielicht, Dämmerung,Waldeinsamkeit? Hier stößt sich ein Elf die Nase am Glas, badet eine Elfe am Sommerabend, Hexen feiern wilde Feste und das Waldmädchen wirbelt umher. Wer ist gut, wer ist böse? Was ist wahr, was nur geträumt? Schon entschwunden, war es da? Wehe dem, der beobachtet, was nicht für seine Augen bestimmt war. Doch dann wieder meint es der Zauber gut mit einem, reicht einem ein Wesen die Hand durch den Riss im Jetzt. Hin und wieder berühren sich die Zeiten, kommen Welten sich nahe, dann ahnen wir, sehen, begegnen, fühlen was vermeintlich nicht sein kann, aber vielleicht doch ist?
Die magische Kraft der Musik nimmt uns mit auf den Brocken, zum Waldsee, ins Zwielicht. Ein Tanz an der Grenze zwischen hier und drüben. Was ist real, wer weiß was, wer ahnt? Todesglocke und Lebenslenz, Liebesverheißung und Ahnungen aus anderen Zeiten.
Am Ende des Abends weiß man, dass man nichts weiß und doch vieles ahnt. Ein poetischer Kosmos voll Zauber und Licht erschließt sich anhand der Musik von Johannes Brahms, Felix Mendelssohn, Franz Schubert, Clara und Robert Schumann, Hugo Wolf und anderen.
Maria Ladurner | Sopran
Andreas Fröschl | Klavier